Lösungsorientierte Maltherapie LOM

 

Lösungsorientierte Maltherapie: Strukturierte Wege zur Veränderung

Die lösungsorientierte Maltherapie ist eine wissenschaftlich untersuchte Behandlungsmethode und stellt eine zielgerichtete und klar strukturierte Therapieform dar. Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, sich bewusst mit störenden Themen auseinanderzusetzen. Durch das Malen haben Sie die Gelegenheit, Kontakt zu belastenden Inhalten aufzunehmen, alte Geschichten bewusst abzuschließen und Ballast abzugeben. Dieser Prozess eröffnet die Chance, sich neu auf eine lebenswerte und positive Perspektive auszurichten. Die Anliegen der Teilnehmenden werden dabei durch gezielte Bildaufgaben bearbeitet. Zunächst wird ein erstes Bild gestaltet, das als Ausgangspunkt dient. Im Anschluss folgen weiterführende Bildaufgaben, die schrittweise den individuellen Prozess begleiten und vertiefen. Besonders für Empfindungen, die sich nur schwer in eigenen Bildern ausdrücken lassen, werden neutrale Bildmetaphern verwendet. Diese Metaphern unterstützen das Gehirn dabei, zu erkennen, dass keine Gefahr mehr besteht. Auf diese Weise kann ein neues Denken, Fühlen und Verhalten entstehen. Die therapeutische Arbeit mit Bildern ermöglicht es, sich von Belastendem zu lösen und neue, konstruktive Handlungsmuster zu entwickeln.

Weitere Methoden zur Bearbeitung persönlicher Themen

Auch mit anderen Materialien besteht die Möglichkeit, persönliche Themen zu bearbeiten. Durch den Einsatz vielfältiger kreativer Mittel können individuelle Anliegen auf unterschiedliche Weise erfahrbar gemacht und verarbeitet werden. Die Offenheit für verschiedene Materialien unterstützt dabei, neue Zugänge zu eigenen Gefühlen und Erlebnissen zu finden und den therapeutischen Prozess flexibel zu gestalten. So können neben dem Malen auch andere kreative Ausdrucksformen genutzt werden, um belastende Inhalte zu bearbeiten und konstruktive Veränderungen anzustoßen.

Beziehungsarbeit durch Malen

Auch zwischenmenschliche Beziehungen lassen sich mithilfe der Maltherapie gezielt bearbeiten. Das achtsame und langsame Gestalten eines Porträts eröffnet die Möglichkeit, neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu gewinnen. Während des kreativen Prozesses kann Belastendes aktiv losgelassen werden, Übernommenes wird bewusst zurückgegeben und positive Aspekte der Beziehung erhalten Raum zur Wertschätzung. Besonders bemerkenswert ist, dass die Entwicklung einer neuen, befreiten Beziehung unabhängig von der physischen Anwesenheit der anderen Person möglich wird. Durch die kreative Auseinandersetzung entsteht etwas Neues und Leichtes, das gelebt werden kann. So bietet die Beziehungsarbeit im Rahmen der Maltherapie einen geschützten Raum, um Vergangenes zu verarbeiten und einen konstruktiven Neustart zu ermöglichen.

Genogramm: Familienthemen und soziale Netzwerke malend bearbeiten

Genogramm bietet einen kreativen Ansatz, um Familienthemen sowie soziale Netzwerke gezielt zu reflektieren und zu verarbeiten. Die Herkunftsfamilie, in der man aufgewachsen ist, die eigene Rolle innerhalb dieser und die Erwartungen, denen man begegnet ist – ebenso wie Themen, über die nicht gesprochen wurde – können das gesamte Leben prägen und belasten. Auch andere soziale Netzwerke, sei es im beruflichen oder privaten Umfeld, können das persönliche Weiterkommen beeinträchtigen, wiederholt belasten oder blockieren. Im Rahmen der Maltherapie besteht die Möglichkeit, mit belastenden Themen auf eine neue Weise umzugehen. Das kreative Arbeiten am Genogramm ermöglicht es, belastendes bewusst loszulassen und Übernommenes zurückzugeben. Darüber hinaus können Tatsachen anerkannt werden, wie beispielsweise das Gefühl, nie beachtet worden zu sein. Die Methode unterstützt dabei, sich aus belastenden Familienmottos zu lösen und einschränkende, familiäre oder soziale Sätze aktiv aufzulösen.

  • Belastendes loslassen
  • Übernommenes zurückgeben
  • Tatsachen anerkennen (z. B. „Ich wurde nie beachtet“)
  • Sich aus belastenden Familienmottos lösen
  • Familiensätze, belastende Sätze lösen